6 Gartentipps für den April

Der April ist der Monat für Liebhaber von selbst angepflanztem Gemüse. Jetzt ist es an der Zeit den Gemüsegarten vorzubereiten und anschließend die Jungpflanzen einzupflanzen. So steht der reichen biologischen Ernte aus dem eigenen Garten nichts mehr im Wege. Auf was ihr dabei achten sollt und welche Arbeiten sonst noch im April im Garten anstehen, hab ich für euch kurz zusammen gefasst.

Alles Bio im Gemüsegarten

biologisches gemüse aus dem garten - flaechenlust grünraumdesign

Alles bio aus dem eigenen Garten!

Für eine reiche Ernte ist der Boden das um und auf! Daher solltet ihr als erstes den Boden des Gemüsegartens oder das Hochbeet mit organischem Dünger, wie z.Bsp. Kompost, verrottetem Stallmist oder Mulch, verbessern. Aber nicht zu viel düngen, denn das schadet dem Bodenleben. Die meisten Böden in Hausgärten sind sowieso überdüngt durch den Einsatz von leicht löslichen Handelsdüngern. Wer sich nicht sicher ist, wie der Boden im Garten bestellt ist, kann eine Bodenprobe an eine Bodenprüfanstalt senden.

 

Gurke und Co

Zucchini brauchen besonders viel Nährstoffe

So vorbereitet geht es nun daran die Jungpflanzen in den Boden zu bringen. Kürbis, Gurke, Sellerie, Zucchini, Kohlgewächse (Kohrabi, Kraut, etc.) und Kartoffeln kommen in den gut gedüngten und gelockerten Boden. Diese sind Starkzehrer und sollten auch während der Wachstumsphase zusätzlich gedüngt werden. Zwischen die Jungpflanzen und am Rand könnt ihr einjährige Blumen und Kräuter setzen. Ringelblume, Thymian, Katzenminze und Kapuzinerkresse machen den Gemüsegarten bunter und verbessern das Kleinklima. Einjährige Kräuter wie (Basilikum, Kresse, Dill, Borretsch, Rucola, Majoran) können zwischen die Gemüsepflanzen gesetzt werden. Die Kräuter wirken nämlich wachstumsfördernd auf ihre Nachbarn.

Gartentipps für Obstgehölze

Auch das Obst verlangt eine Frühjahrskur. Damit die Ernte von Äpfeln, Birnen, Pfirsichen und Beeren gut ausfällt brauchen sie eine Nährstoffgabe im Frühling. Am besten streut ihr Anfang April auf jede Baumscheibe (das ist der Bereich rund um den Stamm) etwa drei Liter Kompost pro Quadratmeter aus. Wieder einmal ist der Kompost der beste Dünger für Obstgehölze, da er viel Kalium und Kalzium enthält. Diese Nährstoffe werden besonders für die Fruchtbildung gebraucht. Und ihr wisst ja die Ausnahme bestätigt die Regel – Heidelbeeren sind Moorbeetpflanzen und brauchen einen sauren Boden. Sie vertragen daher keinen Kompost!

Pflanzen setzen im April

Pfirsich pflanzen im März

Jetzt erst werden frostempfindliche Obstgehölze gepflanzt

Jetzt können die frostempfindlichen Gartenpflanzen in den Boden gebracht werden. Das sind: Magnolie, Pfirsich, Hibiskus, Bauernhortensie und Immergrüne Sträucher wie Rhododendron, Buchs, Bambus, Kirschlorbeer. Im April könnt ihr alle Beete und Vorpflanzungen vor der Hecke durchputzen und bei Bedarf Stauden und Gräser herausnehmen, die nicht mehr gefallen und durch neue Sorten ersetzen. Der Rosengarten sollte auch auf Frostschäden geprüft werden und an frostfreien sonnigen Tagen ein Rückschnitt erfolgen.

Nützlinge fördern

Wenn genug Nützlinge im Garten sind, werden Schädlinge in Zaum gehalten. Je abwechslungsreicher ein Garten ist, desto mehr Lebensraum bietet er Nützlingen. Blüten von Bäumen, Sträuchern, Stauden und auch Sommerblüher bieten Nahrung für Nützlinge und locken sie in den Garten. Als Nistplatz und zur Überwinterung ist ein Nützlingshotel an einem regengeschützten Standort optimal.

Schluss mit der Schneckenplage

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Die spanische Wegschnecke tritt oft massenhaft auf

Im April schlüpfen die ersten Schnecken aus ihren Eiern und machen sich auf den Weg zu den frischen Austrieben von Stauden und Gemüsepflanzen. Jetzt solltet ihr etwas gegen die Jungtiere unternehmen, damit sie später nicht überhand nehmen. Besonders die spanische Wegschnecke neigt dazu massenhaft schleimige Spuren im Garten zu hinterlassen. Neben biologischen Mitteln wie Bierfalle, händisches Einsammeln etc. wirkt immer noch das Schneckenkorn am besten. Und je früher es eingesetzt wird, umso effektiver wirkt es! Ich empfehle euch ein Schneckenkorn mit Eisen-III-Phosphat. Dieses Eisenphosphat kommt auch natürlich im Boden vor und die Präparate sind für den ökologischen Landbau zugelassen. Es sollte großzügig verwendet werden, denn eine Schnecke muss mindestens 20 Körner fressen, damit es wirkt.

Mit diesen Tipps sollte nichts schief gehen beim Gemüseanbau und den Gartenarbeiten im April, wir wünschen euch viel Erfolg!

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