Tiefreundlicher Naturgarten – Hase und Igel

Zu Ostern sind wir doch alle auf der Suche nach dem Hasen. Der Osterhase findet sich oft in Schokoladeform hinter einem Strauch versteckt. Wer aber einen tierfreundlichen Naturgarten haben möchte, wo Hase und Igel ein Zuhause finden können, muss sich etwas mehr anstrengen. Wie ein tierfreundlicher Naturgarten gestaltet sein sollte, lest ihr hier.

Naturgarten für Hasen

Naturgarten Hase Ostern

ein echter Osterhase!

So herzig Hasen sind, viele Gärtner bangen um ihr Gemüse, wenn wilde Hasen Zutritt zum Garten haben.  Um das Gemüse vor Wildhasen zu schützen, sollte entweder der Gemüsegarten mit einem feinmaschigen Draht eingezäunt werden, der bis zu 50 cm tief im Boden vergraben wird, oder Hochbeete angelegt werden. Doch für Hasen, die als Haustiere gehalten werden, sollten wir einen eigenen Bereich des Gartens zur Verfügung stellen. Sie brauchen ein weitläufiges Hasengehege mit Schutzhäuschen damit sie sich wohl fühlen. Auch hier wird ein Hasendraht benötigt, damit sich die kleinen Bewohner nicht unterirdisch aus dem Gehege graben können.

 

 

Gartenpflege für Igel

Igel Naturgarten Flaechenlust

Igel im Naturgarten

Auch der Igel ist putzig anzusehen und seine Anwesenheit sollte uns im Garten erfreuen. Denn sie sind nämlich fleißige Insekten- und Schneckenvertilger und leisten daher einen wichtigen Beitrag für das ökologische Gleichgewicht des Gartens.

Ideale Igelgärten sind naturnah gestaltet und beinhalten Unterschlupfe und Verstecke wie Wurzelwerk, Trockenmauern, Treppenaufgänge, Komposthaufen, Hecken und Reisighaufen. Dort verkriechen sie sich tagsüber oder legen ihre Winternester an. Damit sich Igel wohl fühlen und genug zu fressen finden, sollte der Rasen nicht ständig gemäht, gedüngt und gewässert werden, die Hecke nur selten geschnitten, und nicht jedes Kräutlein gejätet und jedes Laubblatt abgesaugt. Da Igel nachtaktiv sind, benötigen sie freien Zutritt zu Gärten. Mauern und Zäune sollten nicht hermetisch abgeschlossen sein, sondern Durchschlupfmöglichkeiten für Igel haben.

Was der Einzelne tun kann

• Bieten Sie in Ihrem Garten Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten wie niedriges Buschwerk, Laub- und Reisighaufen für Igel an.
• Schaffen Sie Überwinterungsquartiere, indem Sie zum Beispiel ein Igelhäuschen bauen.
• Gestalten sie Ihren Garten ohne kleinmaschige Zäune, damit sich Igel frei fortbewegen können.
• Kein Abbrennen von Reisighaufen ohne vorheriges vorsichtiges Umsetzen.
• Vorsicht beim Mähen sowie bei Aufräumungs- und Rodungsarbeiten: In Haufen und Holzstapeln können sich Igelnester befinden.
• Kellerschächte und Gruben sind Tierfallen, die abgedeckt werden sollten.
• Baugruben, Kabel- und ähnliche Gräben (auch an Straßen) auf hineingefallene Igel kontrollieren und Opfer aus ihrer misslichen Lage retten.
• Rettungsplanken für Teiche und an Wasserbecken mit steilem, glattem Rand anbringen, damit sich Igel im Notfall selbst retten können.
• Kein unnötiger Chemieeinsatz im Garten
• Sorgen Sie regelmäßig für frisches Trinkwasser, zum Beispiel mit einem Vogelbad oder einer Tränke im Garten.
• Verzichten Sie auf Laubsauger.

Schlafplatz für Fledermäuse

Wer Fledermäuse in der Nachbarschaft hat, sollte keine Schwierigkeiten mit fliegenden Schädlingen haben. In einem Naturgarten dezimieren die fleißigen Insektenjäger Pflaumen- und Apfelwickler, Eulenfalter, Stechmücken, Schmeißfliegen, Motten und viele andere Schädlinge. Die chemische Schädlingsbekämpfung dezimiert diese Insekten aber so stark, dass den Fledermäusen an vielen Orten die Lebensgrundlage entzogen wird.

Das Vorkommen von Fledermäusen ist daher ein Zeichen für eine weitgehend intakte Natur. Wer diese Säuger in seinen Narturgarten locken will, der sollte vor allem auf chemische Insektizide verzichten und rund um Haus oder Schuppen Unterschlupfmöglichkeiten wie z.B. Baumhöhlen, in Gemäuern und Dachbödenbieten. Alternativ könnt ihr spezielle Fledermauskästen aufhängen. Wird dann noch der Garten insektenfreundlich gestaltet, gibt es für die fliegenden Säugetiere auch ausreichend Futter.

Nahrung für Fledermäuse

Alle in Mitteleuropa vorkommenden Fledermäuse ernähren sich ausschließlich von Insekten. Das bedeutet, je insektenfreundlicher ein Garten gestaltet ist, desto wahrscheinlicher ist es, daß Fledermäuse ihn als Jagdrevier nutzen. Zu den Gejagten gehören, neben vielen kleinen Motten, vor allem Nachtfalter. Viele Gartenbesitzer pflanzen bereits gezielt Futterpflanzen für Hummeln, Bienen und Tagfalter an. Entsprechend lassen sich auch nachtaktive Insekten anlocken und in der Folge auch Fledermäuse.

Eichhörnchen

 

"Naturgarten

Immer ein gern gesehener Gartengast!

Wer liebt sie nicht, die Eichhörnchen! Wie nett ist es zu beobachten, wenn sie ihre Früchte vergraben und dann flink wieder auf den nächsten Baum springen. Sie sind zu jeder Jahreszeit gern gesehene Gäste im Garten. In die Nähe des Menschen zieht es die putzigen Nager allerdings nur, wenn sie im Wald nicht genügend Nahrung finden. Sie bewohnen Nadelwälder und Mischwälder sowie Parks mit überwiegend alten Baumbeständen, die ausreichend Samen und Nüsse produzieren. Die kleinen Nager sind sogenannte Allesfresser, je nach Jahreszeit ernähren sie sich vor allem von Früchten, Nüssen und Samen. Aber auch kleines Getier, wie Insekten, Larven oder Schnecken stehen auf ihrem Speiseplan. Im Winter freuen sich die kleinen Nager über mit Nüssen gefüllte Futtersäcke.

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